Weiterbildung zum/zur Praxisanleiter*in
Sie möchten als Pflegefachkraft eine neue Herausforderung annehmen und eine wichtige Rolle in der Ausbildung zukünftiger Pflegefachkräfte einnehmen. Dann sollten Sie sich direkt für die Weiterbildung zum*r Praxisanleiter*in anmelden.
Als Praxisanleiter*in begleiten Sie die praktische Ausbildung in einer Pflegeeinrichtung. Sie sind das Bindeglied zwischen Pflegeschule und Arbeitsplatz, stehen in Kontakt mit den Lehrer*innen und dem Arbeitgeber und sind bei der Abschlussprüfung der Auszubildenden als Fachprüfer*in dabei. Ihre pädagogischen Kenntnisse nutzen sie übrigens nicht nur, um Auszubildende fachlich zu begleiten, sondern häufig auch für die Einarbeitung von neuen Mitarbeiter*innen im Allgemeinen.
Die Weiterbildung findet nach den Vorgaben der Hessischen Weiterbildungs- und Prüfungsordnung für die Pflege (WPO-Pflege) statt und endet mit einer Abschlussprüfung. Dadurch ist der Abschluss als Praxisanleiter*in staatlich anerkannt.
Die Weiterbildung findet im Modulsystem statt und umfasst die folgenden 3 Module:
- Das Grundmodul „Kommunikation, Anleitung und Beratung“ befähigt zur Gestaltung einer Beziehung auf professioneller Basis. Teilnehmer*innen lernen kompetent zu informieren, anzuleiten und zu schulen.
- Im Fachmodul „Lernende in der Pflege anleiten“ entwickeln Teilnehmende ein beruflich-pädagogisches Selbstverständnis als Praxisanleiter*in und lernen Anforderungen fach- und situationsgerecht zu bewältigen.
- Im Fachmodul „Lernende bei der Anwendung wissenschaftlicher Instrumente und theoretischer Konzepte in der Praxis anleiten“ werden die Teilnehmer*innen befähigt, die Auswahl und Anwendung wissenschaftlicher Instrumente in der Praxis am praktischen Beispiel zu begründen und zu vermitteln. Sie lernen Prozesse, Maßnahmen und Instrumente des Qualitätsmanagements anzuwenden.
Der berufspraktische Anteil umfasst 30 Stunden. Mindestens 10% der berufspraktischen Stunden sind in Form einer qualifizierten Praxisanleitung durch eine geeignete Person durchzuführen.
Es werden verschiedene Methoden der Erwachsenenbildung eingesetzt wie z. B. Reflexion, Fallbearbeitung, Rollenspiel, kollegiale Beratung.
Als Pflegefachkräfte mit Spaß und Interesse an der Ausbildung können Sie an der Weiterbildung teilnehmen.
Sie benötigen einen der folgenden Ausbildungsabschlüsse:
- Altenpfleger*in
- (Gesundheits- und) Krankenpfleger oder Krankenschwester
- (Gesundheits- und) Kinderkrankenpfleger oder Kinderkrankenschwester
- Anästhesie- oder Operationstechnischer Assistent*in
- Medizinisch-technischer (Radiologie-)Assistent*in
- Physio- bzw. Ergotherapeut*in
- Logopäd*in
- Hebamme und Entbindungspfleger
- Pflegefachfrau oder Pflegefachmann
Die Weiterbildung findet in Präsenz statt und verläuft berufsbegleitend. Seminarphasen wechseln mit Praxisphase ab. Die Blöcke verteilen sich normalerweise auf zwei Tage pro Woche und liegen nicht in den Hauptferienzeiten.
Die Unterrichtszeit ist von 08:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Ein Seminartag beinhaltet acht Unterrichtseinheiten (8 UE) à 45 Minuten.
Die Gebühren für Prüfung und Urkunde werden direkt von der Aufsichtsbehörde in Rechnung gestellt und betragen ca. 160 €
Fördermöglichkeit: Die Weiterbildung ist nach den Richtlinien der AZAV als Maßnahme zertifiziert. Dadurch können wir Teilnehmer*innen mit Bildungsgutschein aufnehmen.